Wir müssen den Arbeiter*innen in der Textilindustrie Sicherheit garantieren!

08.07.2021 | Allgemein

Würdet ihr ins Büro gehen, wenn ihr wüsstet, es könnte jeden Tag einstürzen? Für viele Menschen in Bangladesch ist dieses Risiko Alltag.


Ein Großteil der Bevölkerung Bangladesch´s arbeitet im Textilsektor. Einige von euch haben sicher schon hier oder auf anderen Medien vom Einsturz des Fabrikkomplexes Rana Plaza gehört. Trotz gemeldeter Mängel in der Gebäudesicherheit, wurde die Fabrik damals nicht geschlossen und führte zum Tod vieler Menschen. Der sog. Accord für Brandschutz und Gebäudesicherheit sollte eine Antwort auf diese Missstände sein und wurde im Mai 2013 gegründet.


Was genau ist der Accord?
Der Accord ist ein gesetzlich bindendes Abkommen zwischen internationalen Unternehmen, Gewerkschaften und NGO´s, um für mehr verbindlichen Gebäudeschutz zu sorgen, wie z.B. Feuerschutzmaßnahmen.
Genau dieses sehr wirksame Instrument läuft nun nach 5 Jahren aus. Eigentlich sollte er durch einen permanenten Mechanismus, den “Ready-Made Garment Sustainability Council” ersetzt werden: Hierbei haben Gewerkschaften aber große Bedenken geäußert, da es sich nicht um eine rechtlich bindende Vereinbarung handelt. In dieser festgefahrenen Situation wurde der Accord vorübergehend verlängert.


Am 8. Juli hatten wir auf Anfrage der Sozialdemokratischen Fraktion im EP eine Debatte dazu. Wir forderten eine umgehende Fortsetzung eines rechtlich verbindlichen Instruments, um einen Mindeststandard an Sicherheit für die vielen Millionen Arbeiternehmer*innen in der Textilindustrie zu garantieren!

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